Verfasst von: kuestenhexe | Juni 10, 2010

Versandete Kirche Skagen Dänemark: Kirchturm in der Wanderdüne

Versandete Kirche Skagen

Versandete Kirche Skagen

Die Stadt Skagen liegt ganz im äussersten Norden von Jütland, dem Festland von Dänemark. Nördlich der Stadt treffen sich Kattegat und Skagerrak und bilden eine eindrucksvoller, flach auslaufende Landspitze. Nur wenige Kilometer ausserhalb der heutigen Stadt Skagen mit ihrer Kirche liegt eine Kuriosität, die Versandete Kirche St Laurentius, von der heute nur noch der Kirchturm sichtbar ist. Die Kirche wurde im 19. Jahrhundert Opfer der Düne, die ständig den Sand in den Kirchhof trieb, so dass die Gemeinde sich schliesslich entschloss, die Kirche aufzugeben. Nach und nach gewann die Wanderdüne auch den Kampf mit dem Gotteshaus, das zu grossen Teilen abgetragen wurde. Heute ragt als Denkmal nur der Kirchtum aus dem riesigen Berg Sand und man kann als Besucher auch auf einer kleinen Treppe bis auf den Turm hinauf gelangen. Eine Kuriosität, die Sie sich beim Besuch im Norden von Jütland nicht entgehen lassen sollten. Neben der Versandeten Kirche in Skagen gibt es auch noch weitere Gebäude an der dänischen Küste, die den Wanderdünen zum Opfer gefallen sind, wie der Leuchtturm in Rubjerg Knude.

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Donaudurchbruch Weltenburg

Donaudurchbruch Weltenburg

Wenn Sie den landschaftlichen Reiz Süddeutschlands geniessen möchten, lohnt es sich die Flusstäler mit einer Schiffahrt kennenzulernen. Besonders schön ist ein Ausflug mit dem Schiff von Kehlheim, Bayern, aus zum Kloster Weltenburg. Diese Reise lohnt sich als Tagesausflug, wenn Sie in der Umgebung Urlaub machen. Sie führt Sie durch den spektakulären Donaudurchbruch, einen tief eingeschnittenen Abschnitt der Donau zwischen 80 Meter hoch aufragenden Felswänden. Oben liegt auf dem Weg unter anderem die bekannte Befreiungshalle auf dem Michelsberg. Die Fahrt mit dem Schiff dauert flussaufwärts zum Kloster Weltenburg rund 40 Minuten, während für die Rückfahrt flussabwärts nur die Hälfte der Zeit nötig ist. Im Innenhof des Klosters Weltenburg, einer sehenswerten Benediktinerabtei mit Fresken von Asam, finden Sie auch eine Gaststätte zum Einkehren. Der Biergarten ist sehr zu empfehlen, nicht umsonst ist hier die wohl älteste Klosterbrauerei der Welt zu Hause.

Verfasst von: kuestenhexe | Juni 8, 2010

Bornholm Dänemark: Traumstrand Dueodde

Strand Dueodde Bornholm

Strand Dueodde Bornholm

Bornholm, die kleine zu Dänemark gehörende Insel zwischen Rügen und Schweden, ist ein wahres Urlaubsparadies. Mit der Fähre ist sie leicht zu erreichen und bietet viele nette Attraktionen wie die Festung Hammershus, die Fischerorte mit ihren rotgestrichenen Häusern und die interessanten Rundkirchen. Ein Traumstrand an der Ostsee wie es ihn kaum ein zweites Mal geben mag ist der Strand Dueodde. Unter dem gleichnamigen Leuchtturm erstreckt er sich kilometerlang, gesäumt von Kieferwald und sanften Dünen. Da lange Sandstrände auf Bornholm nicht so häufig sind und eher Felsen und Kies vorherrschen, ist dieser Strand besonders beliebt. Speziell zum FKK Urlaub ist Dueodde der richtige Ort – hier ist ein grosser Teil des Strandes als Nacktbadebereich ausgewiesen. Am besten mieten Sie in einem der Orte im Süden der Insel ein Ferienhaus. Es fahren im Sommer auch Busse an den Strand Dueodde. Das kristallklare Wasser und die nur ganz flach abfallende Küste machen diesen Strand auch für Familien mit Kinder zum idealen Ziel für sorgenfreien, genussvollen Dänemarkurlaub.

Verfasst von: kuestenhexe | Juni 7, 2010

Delphi Griechenland: Orakel am Nabel der Antiken Welt

Delphi - Tempel im unteren Bereich

Delphi - Tempel im unteren Bereich

Dazu Griechenland im Februar genussvoll zu bereisen kann ich eigentlich nur mit einem dicken Mantel raten, besonders, wenn es auf dem griechischen Festland in die Berge gehen soll. Für Delphi ist sicher April oder Mai die richtige Reisezeit. Man kann von Athen aus mit dem Bus fahren, aber mit einem Mietwagen ist man natürlich flexibler. Delphi ist ein ganz kleines Bergdorf mit einigen Tavernen und einigen wenigen kleinen Läden. Die antiken Stätten liegen direkt am Eingang des Ortes, an dessen Ende sich die Bushaltestelle befindet. Oberhalb der Strasse befindet sich der grössere Teil der Ruinen: Die Stadt mit dem bekannten Orakel, diversen Tempeln, einem fantastischen Theater und ganz oben einer Art Rennbahn. Unterhalb der Strasse liegen spektakuläre Überreste eines Tempels, die sich auch wirklich lohnen. Delphi ist als Nabel der Antiken Welt eine der komplettesten Stätten, die ich in Griechenland gesehen habe und jedem Fan der Antike nur zu empfehlen.

Verfasst von: kuestenhexe | Juni 4, 2010

Hauterives Frankreich: Kieselsteinpalast eines Landpostboten

Kieselsteinpalast Hauterives

Kieselsteinpalast Hauterives

Eigentlich besitzt Hauterives in Frankreich in der Region Rhones-Alpes nur etwas über tausend Einwohner. Ein verschlafenes südfranzösisches Dorf? Nein, nicht ganz, denn das Dorf ist berühmt und wird jedes Jahr von tausenden Besuchern angesteuert. Es gibt dort ein tolles Kuriosum, einen Kieselsteinpalast, den Palais Ideale. Die Geschichte dahinter ist die eines Landpostboten namens Ferdinand Cheval, der jeden Tag auf seiner Runde Kieselsteine sammelte. Nach und nach wurden die Kieselsteine immer mehr und zum Projekt: Der Palast war geboren. Den Kieselsteinpalast aus der Nähe zu bewundern ist toll und etwas einmaliges, denn man kann sich kaum vorstellen, dass ein Gebäude aus so vielen Kieselsteinen zu verwirklichen ist. Der Bau stammt vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Auch das Grab des Briefträgers Ferdinand Cheval liegt auf dem Gelände. Hier finden wir ein Beispiel dafür, wie sich ein ganz einfacher Mensch einen Lebenstraum verwirklicht hat und der Nachwelt ein fantastisches Wunderwerk hinterlassen hat. Geniessen Sie dieses Kuriosum am besten mit der ganzen Familie.

Leuchtturm Kap Sao Vicente

Leuchtturm Kap Sao Vicente

Das Kap Sao Vicente bei Sagres bildet die Südwestecke Portugals zwischen der Algarve im Süden und der rauen Atlantikküste im Westen. Hier liegt der lichtstärkste Leuchtturm Europas, der Leuchtturm, der das Ende der Alten Welt markiert. Sein Licht reicht viele Kilometer weit auf den Atlantik hinaus. Das Kap Sao Vicente ist recht touristisch, wovon Sie sich überzeugen können, wenn Sie sich dem Parkplatz nähern. Hier findet ein Markt mit regionalen Produkten und Souvenirs statt und wenn Sie Hunger haben, können Sie sich mit der letzten Bratwurst vor Amerika stärken. Sie bekommen am Stand natürlich auch ein Zertifikat ausgestellt, dass Sie hier waren. Innerhalb der Anlage rund um den Leuchtturm gibt es ein kleines Museum zur Geschichte der Kartografie, der Seefahrt und den Leuchttürmen, wo Karten und Schiffsmodelle ausgestellt sind. Natürlich fehlt auch der Souvenirladen nicht. Werfen Sie einen Blick über die Mauer daneben und machen Sie ein paar Fotos von der Steilküste, die Sie von hier aus bewundern können. Auch vom Parkplatz aus kann man ein Stückchen laufen und die hohen Felsen ins Meer hinunterblicken. Die Vegetation am Kap ist recht karg und niedrig und besteht aus kleinen Sträuchern und einigen Blumen. Das nahe Sagres bietet alles, was sich ein Besucher von einem gemütlichen kleinen Ort wünschen kann, einen Hafen und einen tollen Sandstrand.

Verfasst von: kuestenhexe | Juni 2, 2010

Rocamadour Frankreich: Wallfahrtsort am Felsen im Quercy

Rocamadour Dordogne

Touristisch gesehen sind die trockenden Anhöhen der Causses de Quercy in Frankreich noch recht unbekannt. Ein Grund mehr, sich dort in den Dörfern umzusehen, gemütlich und günstig zu essen und insbesondere durch diese Landschaft zu bummeln. Eine Auszeichnung als Weltkulturerbe der UNESCO haben sich allerdings schon einige Monumente im Wallfahrtsort Rocamadour verdient, der sich in einem Trockental im Quercy, dort wo Perigord, Quercy und Dordogne sich treffen, an einen Felsen schmiegt. Zentrum der Wallfahrt in Rocamadour, Frankreich, ist eine schwarze Madonna, die vermutlich aus dem 12. Jahrhundert stammt. Die Marienkapelle, die Basilika und die Michaelskapelle sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Bedenken Sie in Rocamadour jedoch, dass alle Sehenswürdigkeiten über die Pilgertreppen zu erreichen sind, so dass Sie etwas Kondition für die vielen Stufen mitbringen sollten. Ganz oben über dem Ensemble des Ortes mit seinen Kapellen und Gotteshäusern erhebt sich die Burg, von der man eine atemberaubende Aussicht hat. Rocamadour lohnt sich auch wegen seines köstlichen Ziegenkäses, den Sie unbedingt probieren sollten.

Verfasst von: kuestenhexe | Juni 1, 2010

Burg Eltz: Burgromantik in der Eifel

Burg Eltz

Burg Eltz Eifel

In der Eifel in einem Seitental der Mosel, dem Eltztal, liegt hoch oben über dem Fluss eine der schönsten Burgen in Deutschland: die Burg Eltz. Als eine der wenigen Burgen der Region wurde sie niemals erobert oder zerstört und birgt ihre volle Romantik und mittelalterlichen Charme. Die Burg Eltz ist recht bequem mit dem Auto erreichbar und nur einen kleinen Spaziergang vom Parkplatz entfernt. Sie liegt etwa auf halbem Wege zwischen Cochem an der Mosel und Koblenz, wo Mosel und Rhein zusammenfliessen. Mit einem Besuch an Mosel und Rhein lässt sich diese Burg herrlich in eine Rundreise durch die Weinanbaugebiete einbauen. Von aussen besehen ragt die Burg recht kompakt auf und ist oben mit zahlreichen Türmchen und Details verziert. Die Burg Eltz ist der Öffentlichkeit im Sommer zugänglich und beherbergt auch ein Museum mit einer beeindruckenden Waffensammlung und Kunstsammlung sowie einigen original ausgestatteten Räumen. Ein Besuch lohnt sich, denn die Gebäude und der Innenhof sind sorgsam restauriert und wie selten bei Burgen erhalten. Ein romantisches Märchenschloss in einer reizvollen Landschaft mit Wald, Flusstal und Bergen… Besuchen Sie die Burg Eltz in Verbindung mit einer Reise an Mosel und Rhein oder bei einem Aufenthalt in der Eifel!

Cartagena Spanien

Cartagena Spanien

Dass Cartagena hässlich wäre und nicht zu bieten hätte, ist ein Gerücht. Ich bin dorthin gefahren, weil ich marinebegeisterte Reisegesellschaft hatte und Cartagena besitzt ein grosses Marinemuseum und einen riesigen Stützpunkt für Schiffe und U-Boote. Sehr zu meinem Erstaunen, war Cartagena in keinster Weise hässlicher als andere Städte und hatte für die kurze Zeit mehr zu bieten, als man besuchen konnte. Die Stadt wird von einer riesigen Festung überragt, zu der man zu Fuss hinaufgehen kann, die aber auch über einen Aufzug erreichbar ist. Die Konstruktion ist aber nichts für Besucher mit Höhenangst, denn sie überragt die Stadt auf abenteuerlichste Weise. Von der Burg aus, in der ein Museum zur Stadtgeschichte eingerichtet ist, hat man eine spektakuläre Aussicht über die Stadt, die Ruinen des römischen Theaters, den ganzen Hafen… einfach sagenhaft. Die Fussgängerzone, die zum Hafen herunterführt, birgt schöne Jugendstilfassaden. Gut essen lässt es sich im Cafe Columbus, das leckre Teller mit Tapas serviert. Auf dem Platz mit dem Rathaus mit einem merkwürdigen dreieckigen Grundriss finden Sie auch eine Skulptur mit einem heimkehrenden Marinesoldaten. Wenn Sie die Strasse überqueren, sind es nur noch ein paar Meter bis zum Wasser des Hafenbeckens. Das Kuriosum der Walfischflosse im Hafen ist ein nettes Fotomotiv. Etwas weiter hinten liegen weitere Museen und Sie stossen auf das erste spanische U-Boot des Erfinders Isaac Peral. Gehen Sie an der gut erhaltenen Stadtmauer entlang, wenn es die Temperaturen erlauben. Sie werden feststellen, dass Cartagena uraltes Siedlungsgebiet ist und durchaus seine Reize besitzt. Von der Stadt aus gibt es viele Möglichkeiten zu Ausflügen ans nahe Mar Menor, nach Puerto de Mazarrón oder ans Kap Cabo de Palos mit seinem Leuchtturm.

Verfasst von: kuestenhexe | Mai 28, 2010

Karfreitag in Arta Mallorca: Fackeln, Messias und Theater

Arta Mallorca

Arta Mallorca

Die Karwoche hat in vielen Teilen Spaniens ganz besondere Traditionen und in zahlreichen Städten finden Prozessionen mit den religiösen Bildern und Figurengruppen statt. Wenn Sie auf Mallorca sind, lohnt sich am Abend des Karfreitag ein Besuch im mittelalterlichen Arta, wo innerhalb der Mauern der Burg ein ganz besonders Spektakel stattfindet. Alles beginnt mit dem Einbruch der Dämmerung, wenn die als römische Soldaten verkleideten Bewohner der Stadt die an der Burgmauer angebrachten Fackeln entzünden. In einer Grünfläche, die gut vom Burghof aus sichtbar ist, findet eine Aufführung der Geschehnisse der Bibel statt. Die Leiden und die Kreuzigung Christi werden anschaulich dargestellt, während die Musik des Messias, des Meisterwerks von Georg Friedrich Händel erschallt. Die Vorführung ist durch die Fackelbeleuchtung sehr eindrucksvoll und würdig. Sie dauert etwa eine Stunde, dann bricht die Prozession der unter den spitzen Hauben verborgenen Costaleros mit dem religiösen Bild hinab in die Stadt auf. Alles in allem das schönste Ereignis der Karwoche auf der Insel Mallorca. Die Karfreitagsprozession in Pollensa, die schweigend von der kleinen Kirche auf dem Kalvarienberg die fackelbeleuchtete Treppe hinabzieht, fand ich dagegen höchst enttäuschend.

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